August 2009
das Archiv des aeffaeff blogs sortiert nach Monaten

Arbeit statt Recht auf Meinungsäußerung - Knauf Iran
Der Fakt, dass man früher seinen Chef bei Heiratsplänen um Erlaubnis bitten musste sorgt ja heutzutage für Belustigung. Im Iran hat der Baustoffproduzent Knauf Gips KG seinen Mitarbeitern einen Brief zukommen lassen, in dem es heißt, dass man streng "apolitisch" sei und deswegen keine "Aktionen" gegen die derzeitige Regierung dulde. Weiterhin wird unterstellt, dass niemand ausschließlich seine private Meinung äußert sobald er politisch aktiv ist, kurz dass jeder Mitarbeiter, der bei einer Demonstration gegen die Regierung aufgegriffen wird mit seiner sofortigen Entlassung zu rechnen hat. weiterlesen

The Local Firm SPECTACLES
Wer nach einer Alternative zu der Wayfarer sucht, die ja mittlerweile ziemlich inflationäre Verbreitung findet, könnte bei The Local Firm aus Schweden fündig werden. Das Design ist von 3D-Brillen inspiriert und wirkt wie die Maibach-Variante des legendären Ray-Ban Modells.

Mehrsprachige Webseiten - Übersetzung nach dem Prinzip Crowdsourcing
Es gibt viele Seiten im Netz, die quasi unsichtbar für uns sind, weil sie in Sprachen verfasst werden, die oftmals nicht auf unserem Lehrplan standen. Ich denke da insbesondere an den asiatischen Raum. Bei mir endet das Internet manchmal schon beim virtuellen Ausflug in das Nachbarland.
Ein kurze Suche nach Übersetzungsservices im Bereich Crowdsourcing ergab zwar einige Treffer, nur habe ich noch nichts wirklich praktikables gefunden. Reine Softwarelösungen kommen für mich aufgrund der mangelnden Übersetzungsintelligenz und der umständlichen Handhabung nicht in Frage.
Es existieren klassische Konzepte, die man auch als geschlossen bezeichnen kann. Sie setzen auf eine ausgewähltes Team und bieten Übersetzungs-Leistungen auf Anfrage an, so beispielsweise Acclaro.
Meiner Vorstellung einer am Web 2.0 orientierten Anwendung an nächsten kommt Worldwide Lexicon - hier entwickelt man eine Applikation, die sich auf Websites integrieren lässt, sie erkennt die bevorzugte Sprache des Browsers und bietet vorhandene Übersetzungen an. Parallel dazu baut WorldWide Lexion eine Übersetzungs-Community auf, die offen ist für alle Menschen, ob "Profis "oder "Amateure". Der Clou ist, dass Texte nicht von Grund auf neu übersetzt werden müssen, sondern im ersten Schritt ein Übersetzungstool zum Einsatz kommt, während im zweiten Step die Community unter Einsatz des Hirncomputers das Ergebnis überprüft und optimiert.

Mit Wasser sparen
Umweltorganisation SOS Mata Atlantica (Brasilien) mehr hier

Flucht aus dem Chaos - Tramalabhängigkeit in Gaza
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dradio berichtet in einem ausführlichen Feature über die grassierende Tramal-Abhängigkeit in Gaza, dabei handelt es sich eigentlich um ein Schmerzmittel, das vielen Menschen während der Bombardements verabreicht wurde.
Was zunächst wie eine ungewollte und zufällige Fehlentwicklung erscheint offenbart sich nach einiger Recherche als bewusst gefördertes und lukratives Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneien - involviert sind u.a. deutsche Unternehmen. Politische und wirtschaftliche Interessen vermischen sich, dabei spielt die Stabilisierung der Lage im Gazastreifen nur solange eine Rolle wie die Versorgung mit Tramal gesichert ist.
Aus dem Infotext von dradio-Hintergrund: "In den 60er- und 70er-Jahren von der Firma Grünenthal als Schmerzmittel entwickelt, ist das Medikament Tramal im Gaza-Streifen mittlerweile täglicher Begleiter. Die Menschen nehmen es, um den Schmerz zu betäuben oder um länger Sex zu haben, immer mit dem Ziel, dem harten Alltag zu entfliehen."
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Doppelt hält besser - Werbung und Tautologie
Ein Bild von einem Bild
Tautologie („dasselbe sagen“) steht für:
Tautologie (Logik), eine Aussage, die, unabhängig vom Wahrheitswert der zugrunde liegenden Bestandteile, immer wahr ist.
Tautologie (Sprache), in der Stilistik eine Häufung gleichbedeutender Wörter
(Quelle Wikipedia)
Jedem von uns ist es schon mal über die Lippen gekommen "Geld ist Geld" so oder so ähnlich. Unter Werbern kursiert die Regel nach der man möglichst den "Neger vor der Hütte" vermeiden sollte und das nicht in erster Linie, weil das politisch unkorrekt wäre sondern weil seit der Moderne die Idee der Reduzierung auf das wesentliche (Smart: "reduce to the max") eines der Dominierenden Gestaltungsmuster ist.
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