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Das Kompendium der Phrasen - Slavoj Zizek
Wie wäre es ein Kompendium prägnanter Phrasen bekannter Philosophen zu erstellen? Wenn sich schon keine Wahrheit in ihren gesammelten Werken finden lässt, vielleicht ja dort ...


Spex - Jenseits von Gut und Böse
Auf die aktuelle Ausgabe der Spex wurde ich dieses mal über Twitter aufmerksam, schließlich hatten die Macher das aktuelle Covermotiv der Juli/August-Ausgabe als Profilbild eingesetzt. Gute Propaganda, während andere Magazine es noch nicht mal hinbekommen das Cover auf der Homepage bereitzustellen.
Zu sehen ist ein in Öl verewigter Quentin Tarantino. Die Uniform nimmt stilistisch eindeutig Bezug auf das dritte Reich umgeht jedoch geschickt das Nazi-Symbole-Verbot. Überhaupt handelt es sich hierbei in mehrfacher Hinsicht um ein klug gewähltes und sehr subtiles Motiv, das wie nicht anders von Spex zu erwarten, viele Querverweise bietet.

Corporate Social Responsibility - laufen und schwitzen mit Nike
Stiftung Warentest - Juni 2009
Auch wenn das aktuelle Cover des Stiftung Warentest ganz auf das Sommer-Thema Eis setzt, so findet man noch ganz andere schweißtreibende Themen im Heftinneren.
test hat 11 Hersteller von Herrenlaufschuhen auf die Unternehmensverantwortung für Soziales und Umwelt hin getestet. Das Ergebnis: Adidas und Reebok werden als stark engagiert bewertet, Nike landet noch nach Lidl und Aldi auf dem letzten Platz. test hat nicht nur Fragebögen an die Unternehmen versandt, sondern dort wo es gestattet wurde, auch die Fertigungsstätten in China und Vietnam besucht und sogar Interviews mit Arbeitern geführt.

Qualität zum Gähnen
Quality - langweiliges Statement für Diversifikation
Wurden erst kürzlich die gehobenen Lifestyle Magazine Park Avenue und Vanity Fair beerdigt, erblickt schon ein neues Hochglanz Magazin das Licht der Welt. Die Erstausgabe der Quality gibt es schon für 3,90 Euro, so dass man sich fragt, ob die anvisierte Zielgruppe nicht eher verschämt zugreifen wird.
Das erste Durchblättern offenbart einen wilden Mix von edel in Szene gesetzten Menschen und Gegenständen sprich Objekten. Dabei handelt es sich aber offensichtlich nicht um eigens produzierte Fotostrecken sondern höherpreisiges Stock- und Werbematerial am laufenden Band. Es fehlt grundsätzlich an Struktur, das Heftlayout ist konventionell und sorgt allein für die Lesbarkeit der Artikel, kommuniziert darüber hinaus aber keine Vision.
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Monopol wird erwachsen
Monopol nach dem Relaunch - trotz Kunstblase weiterhin mit "Bubble"
2004 befand ich mich auf einem Zivildienstseminar, als mir die Erstausgabe des Monopol Magazins in die Hände fiel. Ich und die Zeit waren reif für ein Magazin, dass den Fokus auf die Gegenwartskunst legte und sich den akadamischen Staub aus dem modern geschnittenen Designer-Anzug klopfte oder war es velleicht sogar der Trainee eines Meese?
Das Cover-Motiv füllte die gesamte Fläche und der wenige (kaum lesbare) Text wurde frech mittig unter den Titel gesetzt, dazu klaffte ein riesiger "Button" auf dem "Kunstwerk". Der Reduktion auf wenige Stilelemente und dem Spiel mit der runden Serifen-Schrift, die mich an Werbeanzeigen der 80er erinnerte, gehörten sofort meine Sympathien.

DE:BUG denkt nochmal über Popkultur nach
Die aktuelle Ausgabe des DE:BUG Magazin versucht in mehreren Artikeln auszuloten, ob Popkultur als Gegenmodell ausgedient hat. Schon eine Überschrift wie "Popkultur ist die neue Klassik // Web 2.0 als statt Diskurs" macht klar welcher Weg hier vorgezeichnet wird. In einem "Ovaltable-Gespräch" bekommen wir noch einmal unterschiedlichste Positionen präsentiert. Bei dieser platonischen Diskussionsrunde könnte man fast von einer kleinen Dialektik der Medienkultur sprechen, denn schnell stellt sich heraus, dass die vermeintlichen Gegenpositionen der Gesprächspartner eigentlich gar keine sind. weiterlesen

Der Spiegel macht Geschichte

Der Spiegel beginnt dieses krisenreiche Jahr mit einem neuen Projekt namens "Spiegel Geschichte", ein Magazin, das sechsmal im Jahr erscheinen (soll). Dazu heißt es in der Hausmitteilung: "Historisch und kulturell interessierte Leser erhalten damit all zwei Monate Gelegenheit, sich intensiv, anschaulich und facettenreich mit einem Ereignis oder einer Epoche zu beschäftigen ..." weiterlesen

Hand drauf - Human Globaler Zufall

Zunächst vermutet man noch frische Druckfarbe, dann stellt sich aber schon das Aha-Erlebnis ein. Das Magazin Human Globaler Zufall nutzt eine Thermofarbe für sein Cover. Die schwarze Farbe reagiert auf die Körperwärme und gibt das darunter liegende Titelbild und die Anzeige auf dem Rücken frei. Jeder kennt den Effekt von den gefürchteten Spaßtassen.
Mir will nicht so recht aufgehen, was diese Technik in Kombination mit dem Motiv - ein schwarzer Junge lehnt an einem überdimensionalen Kreuz - suggerieren soll. Aber vielleicht verspricht das Magazin eben jene Erleuchtung, die man soeben noch mit eigener Hand erwirkt hat.

Holz 2.0

Noch vor kurzem habe ich über die e-ink-technologie und elektronisches Papier als "Covermaterial" berichtet, da geht das Graphic Design Magazin Novum einen ganz anderen aber nicht weniger unkonventionellen Weg. "Back to the roots" präsentiert man sich mit einem Cover aus Holz. Nach dem Laptop aus Bambus und den Kopfhörern aus Holz nun also eine weitere kreative Neudefinition eines traditionsreichen Materials. weiterlesen
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